Key Bite

KEY BITE

Geraint Clarke

Jeder erinnert sich daran, wie David Blaine bei einem Fernsehauftritt auf jemanden zuging, sich einen Vierteldollar lieh, eine Hälfte aus diesem herausbiss und die abgebissene Hälfte anschließend auf die andere Hälfte zurückspuckte. Dies war einer der erinnerungswürdigsten Augenblicke der Magie. 

Genau aus diesem Grund ist die abgebissene Münze ein Klassiker der Zauberei geworden, wenn auch einer, der nicht so praktikabel ist, wie es sich viele Magier wünschen. 

Zunächst einmal möchte man nicht notwendigerweise immer eine Münze bei sich tragen. Man zahlt mit Apple Pay, Google Pay, kontaktlos per Kreditkarte oder mit Geldscheinen. 

Sich eine Münze zu leihen birgt jedoch das Risiko, dass die geliehene Münze nicht dem Gimmick entspricht, das ihr verwenden möchtet; oder ihr tretet in einem Land auf, in dem eine völlig andere Währung verwendet wird. Diesen Münzeffekt vorzuführen ist unter diesen Bedingungen ausgeschlossen. 

Münzgimmicks sind zudem täuschend echt. Man kann sie leicht versehentlich ausgeben. Geraint Clarke gab zu, selbst mit wenigstens zwölf Biss- oder Faltmünzengimmicks unabsichtlich bezahlt zu haben. Somit musste eine bessere Lösung her. Etwas, das man eher bei sich trägt, nachdem man das Haus verlassen hat. Etwas, das man immer bei sich hat: Schlüssel.   

Geraint nahm also den am verbreitetsten Schlüssel weltweit, den maschinell gefertigten Schlüssel, und fügte ihm eine zweifache Schicht hinzu, eine silberne und eine aus Messing. Somit gab es immer eine Seite, die mit einem Zuschauerschlüssel übereinstimmen würde. Das Key-Bite-Gimmick war geboren. 

Es lässt sich geschmeidig verwenden, macht dabei noch Spaß und die Wiederherstellung geht blitzschnell. In Geraints Stecktasche reiste der Key Bite mindestens sechs Monate lang mit ihm um die Welt, um mit dem Gimmick, wann immer Geraint nach einem gelegentlichen Auftritt zumute war, die Reaktionen auf David Blaines Straßenmagie ebenfalls erleben zu können. 

Kommentare

1 Kommentar zu „KEY BITE“

  1. Dieses Gimmick flasht so dermaßen auf Video, dass ich diesen Effekt nur im Bereich Closeup, Walkaround und vergleichbar vorführen würde. Die Methode und der Aufbau des Gimmicks dürften denjenigen, die sich mit vergleichbaren Effekten (Coin Bite vor allem) auskennen, bekannt vorkommen. Ein witziger Effekt für zwischendurch ist es allemal und das Gimmick ist in meinen Augen mit seinem je Seite unterschiedlichen Design durchdacht, aber wie gesagt blitzt es in Videos für meinen Geschmack zuviel …

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